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Der Gartenschläfer
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Der Gartenschläfer

Das Tier des Jahres 2023

Der Gartenschläfer (Eliomys quercinus) ist von der Deutschen Wildtier Stiftung zum Tier des Jahres 2023 ernannt worden. Das putzig aussehende Tier gehört zur Familie der Bilche (zu denen auch der Siebenschläfer und die Haselmaus gehören) und fällt optisch durch seine dominante schwarze Augenmaske und seine großen Ohren auf. Mittlerweile steht der Gartenschläfer leider als stark gefährdet auf der Roten Liste Deutschlands.
Ein Bericht von Alexandra Pfitzmann

Nur etwa faustgroß ist der Gartenschläfer ein talentierter Kletterer und schläft in der Regel in Parks und Gärten, vor allem in der Region Südwestdeutschlands wie im Schwarzwald oder dem Harz. Neben Hecken und montierten Nistkästen sucht er sich seinen Schlafplatz für den Tag auch gerne in Schuppen oder Mauerspalten – nachts ist er aktiv und macht sich auf die Suche nach Nahrung. Er bevorzugt hierbei Käfer oder auch Tausendfüßler. Beeren und Wildfrüchte stehen ebenfalls auf dem Speiseplan. Als Versteck vor seinen Fressfeinden (Fuchs, Marder, Eule) eignen sich für ihn Baumhöhlen, Totholz und Felsspalten in die er bei Gefahr flink verschwindet. Leider sind all diese wichtigen Begebenheiten in den deutschen Wäldern rar geworden, sodass der Bestand der Gartenschläfer stark rückläufig ist. Gefährlich wird es für den Gartenschläfer auch in besiedelten Gebieten, wo er mit Rattengift und gefräßigen Hauskatzen konfrontiert ist. In den letzten 30 Jahren ist die Population des Gartenschläfers auf die Hälfte geschrumpft.

In einem Vogelnest schlafender Gartenschläfer. Bild: Markbenecke, CC BY-SA 4.0

Ungewöhnlich beim Winterschlaf des Gartenschläfers, der ca. sechs Monate anhält, ist, dass er seine Körpertemperatur auf bis zu -1 Grad herunterfährt. Der Gartenschläfer ist auch in Spanien beheimatet. Hier wiederum geht er aufgrund der wärmeren Temperaturen nicht in einen Winterschlaf, kann aber dafür in den sehr heißen Monaten eine mehrtägig andauernde Siesta halten.