Todesfalle Wasserbecken
aktion tier Eichhörnchenhilfe Berlin-Brandenburg
Im Rahmen der Grabpflege muss auf Friedhöfen vor allem im Sommer viel gegossen werden. Daher finden sich dort in regelmäßigen Abständen Wasserentnahmestellen. Diese können ganz unterschiedlich gestaltet sein. Angefangen vom einfachen Wasserhahn bis hin zum aufwändig verzierten Brunnen.
Grundsätzlich wird es immer da, wo Wasser in größeren Gefäßen steht, für kleine Wildtiere gefährlich. Sind die Wände der Becken hoch und glatt, gibt es kein Entkommen. Durstige Vögel, Eichhörnchen, Mäuse und Insekten, die hineingefallen sind, kommen nicht mehr heraus und ertrinken. Natürlich können Eichhörnchen, wie übrigens alle Säugetiere, schwimmen. Aber nur eine gewisse Zeit lang, dann schwinden ihre Kräfte.
Die Zahl der Opfer kann niemand genau beziffern. Tanya Lenn von der aktion tier-Eichhörnchenhilfe hat auf diversen Friedhöfen Mitarbeiter und Besucher gefragt und erfahren, dass regelmäßig tote Tiere in den Becken im Wasser treiben. Daher ist die engagierte Tierschützerin selbst regelmäßig unterwegs, um Abhilfe zu schaffen. Im vergangenen Herbst habe ich sie zum Friedhof Baumschulenweg in Berlin begleitet. Schnell entdeckte Frau Lenn zwei alte Steinbecken mit hohen, glatten Wänden, in denen das Wasser stand. Tanya platzierte in jedem einen der starken Äste, die sie extra mitgebracht hatte. Die Rinde der Äste muss möglichst rau sein, denn an glatten Oberflächen besteht die Gefahr des Abrutschens. Diese einfache Ausstiegshilfe, an der die Tiere leicht aus den Wasserbecken herausklettern können, wird in Zukunft viele Leben retten. Um die Friedhofsbesucher über den Zweck der Äste zu informieren, hat Frau Lenn außerdem entsprechende Hinweisschilder angebracht.
Wir würden uns freuen, wenn auf Friedhöfen in Zukunft nur noch ungefährliche Alternativen zum Wasserbecken aufgestellt würden. Wie beispielsweise diese zweckmäßige Wasserzapfsäule.