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Vogel des Jahres 2018
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Vogel des Jahres 2018

Der Star (Sturnus vulgaris)

Foto: papaya45. Lizenz: CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)
Dank seiner großen Anpassungsfähigkeit ist der Star noch ein häufiger und bekannter Vogel. Allerdings wirken sich die gegenwärtigen Umweltbedingungen unvorteilhaft auf diesen mittelgroßen, kräftig gebauten Vogel aus. Etwa zwei Millionen weniger Starenpaare als vor zwanzig Jahren brüten in Deutschland. Früher war der überaus muntere und geschwätzige Vogel überall bekannt. Er hat jedoch auch Feinde wenn er im Sommer und Herbst in großen Schwärmen in Weingärten und Obstplantagen einfällt und dort erhebliche Schäden anrichtet.
Ein Bericht von Ingeborg Polaschek
aktion tier-Beratungsstelle für Wild- und kleine Haustiere

Stare bewohnen Wälder, Parkanlagen, Gehölze und Gärten. Zur Nahrungssuche und nach der Brutzeit finden sie sich in großer Zahl auf Wiesen und Weiden ein. Ihre überwiegend animalische Nahrung besteht aus Insekten, Käfern, Schnecken und Regenwürmern. Auch Samen vieler Art werden nicht verschmäht, und der Star scheut sich auch nicht, Weidetiere von ihren Plagegeistern wie Zecken und Fliegen zu befreien. Die Kühe scheinen zu wissen, dass für sie keine Gefahr besteht, wenn sich die Vogelgesellschaft auf ihren Rücken niederlässt oder sich zwischen ihnen auf dem Erdboden laufend fortbewegt.

Stare fliegen gerne im Schwarm mit erstaunlichen Flugmanövern. Ihre Kraftgesänge sind weithin hörbar. Typisch ist die Neigung, ihrem Gequassel und Geschwätz Nachdruck zu verleihen, wenn sie so richtig auf Touren kommen. Pfeifen, Gurren, Schmatzen, Schnarren, und sie scheinen mit ihren Flügelbewegungen den Takt zu schlagen. Trotz der „Star-Auftritte“ muss auch noch für Nachwuchs gesorgt werden. Den Nistplatz sucht das Männchen aus, meist in Baumhöhlen, Nistkästen, Gebäudehohlräume und Felsspalten.

Das Brutkleid ist schwarz mit purpurfarbenem, grün und blau schimmerndem Metallglanz. Im Ruhekleid weiß getüpfelt. Das Jugendkleid ist überwiegend graubraun. Der Schnabel ist im Sommer zitronengelb, im Herbst und Winter dunkel. Er besiedelt alle Gebiete, die ihm Möglichkeit zum Nisten bieten. Die Stimme ist ein Gemisch von pfeifenden und schnalzenden Tönen, und er ahmt andere Vogelstimmen nach. Die Brutzeit liegt zwischen Mitte April-Juli, und es gibt eine bis zwei Jahresbruten. Die Gelegegröße liegt bei 5-6 blaugrünen bis hellblauen Eier mit einer Eigröße von 31-22 mm und einer Brutdauer von 11-13 Tagen. Die Jungen sind Nesthocker und verlassen nach 20-22 Tagen das Nest.