Fisch des Jahres 2019
Der Atlantische Lachs
Zum größten Teil ist der Atlantische Lachs (Salmo salar) im Atlantischen Ozean beheimatet. Er wandert im Spätherbst die Flüsse Europas und Nordamerikas hinauf, um zu laichen, da er zum Laichen Kiesgründe benötigen. Der Weg ist hart, und viele Lachse überleben nicht. Der junge Lachs verbringt ca. 1-4 Jahre in seinem Heimatfluss. Sobald er eine Größe von ca. 15 cm erreicht hat, durchläuft er eine Veränderung. Seine Haut erhält nun graue Punkte und der Körper wird für den Übergang von Süß- zu Salzwasser vorbereitet.
Sobald „alle Vorbereitungen“ abgeschlossen sind, schwimmt der Lachs nicht mehr gegen, sondern mit dem Strom und erreicht dadurch das Meer. Hier ernährt sich der Lachs, in diesem Stadium „smolt“ genannt, von Bruten anderer Fische oder auch von Plankton. Er orientiert sich im Meer anhand des magnetischen Erdfeldes und „surft“ mit der Strömung.
Aufgrund der globalen Erwärmung ist der Lebensraum des Atlantischen Lachs stark gefährdet. Viele wilde Lachspopulationen sind schon im letzten Jahrhundert aus vielen Flüssen verschwunden – ihre Population ist bis zum Jahr 2000 auf einen bedenklich geringen Stand gefallen. In den kommenden Jahren ist vorgesehen den Fischauf- und -abstieg in Flüssen durch Wanderhilfen zu verbessern und Gewässer zu renaturieren.
Atlantische Lachse sind nach zwei Jahren im Meer durchschnittlich 71-76 cm lang und 3,6-5,4 kg schwer, wobei einzelne Exemplare auch größer werden können. Solange sie im Süßwasser leben, haben sie blaue und rote Punkte. Sie nehmen dann in ihrer Reifephase einen silbrig-blauen Schimmer an. Erwachsene Fische haben oberhalb des Seitenlinienorgans einen schwarzen Punkt.
Lachse gehören zu den sogenannten „anadromen“ Fischarten, d.h., ihr Leben beginnt im Süßwasser, als Jungfisch sind sie im Meer, und zum Laichen kehren sie zurück ins Süßwasser