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Tierschützer warnen: auch zu Ostern keine Käfigeier!
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Tierschützer warnen: auch zu Ostern keine Käfigeier!

Seit Januar 2004 müssen Eier mit dem Eierstempel gekennzeichnet werden. Dieser gibt Auskunft über das Herkunftsland, die Haltungsform und sogar den einzelnen Betrieb, aus dem die Eier stammen.
Ein Bericht von Jan Peifer

Das wichtigste Merkmal für Konsumenten ist die Haltungsform, erkennbar an einer einzelnen Nummer. Die „3“ steht dabei für Käfighaltung, die „2“ für Bodenhaltung, eine „1“ kennzeichnet Freilandeier und ökologisch erzeugte Eierwerden mit einer „0“ gestempelt. Nach der Einführung des Eiercodes ging der Marktanteil von Eiern aus der Käfighaltung drastisch zurück. Stammten vorher noch weit über 90% aus dieser besonders tierquälerischen Haltungsform, leben heute weniger als 10% aller Legehennen noch im Käfig. Die Zahl der Hühner in käfiglosen Haltungsformen (also Boden-, Freiland- und Biohaltung) steigt seit Jahren rapide an. Der Großteil aller Hennen lebt mittlerweile in der sogenannten Bodenhaltung. Wem ein gutes Gewissen zu Ostern wichtig ist, sollte aber bedenken: Auch die Bodenhaltung stellt keine artgerechte Haltung dar. Auf bis zu drei Ebenen übereinander werden die Tiere in riesigen Gruppen von mehreren Tausend Hühnern gehalten; in den meisten Betrieben leben insgesamt zehn- oder gar hunderttausende Legehennen. Ganz sicher geht, wer auch an Ostern auf Hühnereier verzichtet und auf pflanzliche Alternativen in der Backstube und vegane Schokoeier im Osternest setzt.