Papageien am Rhein
Bis zu 40 cm groß werden die Vögel mit einem auffälligen, meist grünen Federkleid. Seltener sind weiße, gelbe oder blaue Exemplare. Halsbandsittiche sind die weltweit meistverbreitete Papageienart. Ursprünglich stammen sie aus Indien und Afrika, heutzutage trifft man sie aber auch in Europa, unter anderem im Rheinland. Wie die Tiere sich hier ansiedeln konnten, ist nicht einwandfrei geklärt. Möglicherweise liegt der Ursprung der Population im Kölner Zoo, wo in den 1960er Jahren etwa 30 Vögel ausbrechen konnten. Die ersten Brutpaare im Rheinland wurden ab 1969 nachgewiesen. Natürliche Feinde haben die Papageien hier nicht, mit ursprünglich einheimischen Arten gibt es bislang keine Konflikte. Offiziell gelten sie mittlerweile als „etablierte Neozoen“, also neue Einheimische. Forschern zufolge leben mittlerweile rund 8500 der Sittiche in Deutschland, der größte Teil entlang der Rheinschiene zwischen Bonn und Krefeld.