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Unsere seltenen Vogelpatienten
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Unsere seltenen Vogelpatienten

aktion tier-tierrettung münchen e.V., Bayern

Neben den häufigen Wildvogelpatienten wie Tauben, Krähen und Amseln bekommen wir auch immer wieder in der Stadt selten vorkommende oder sogar geschützte Vögel zum Behandeln.
Ein Artikel von Malgorzata Horvath

Eine langjährige Unterstützerin rief uns zu einem flugunfähigen Stieglitz, der vermutlich ein Anflugtrauma erlitten hatte. Er war munter, zeigte aber einen hängenden Flügel, leichte Gleichgewichtsstörungen und war kurzatmig. Nach Schmerzmitteln, Vitamin B und Infusion brachten wir ihn in die Vogelklinik, wo glücklicherweise keine Brüche festgestellt wurden. Er erholte sich rasch und konnte ausgewildert werden.

Ein Eisvogel, der benommen war, und nach vollständiger Erholung ein paar Stunden später von uns ausgewildert wurde. Bild: © Tierrettung München

Rund um das Oktoberfest bekommen wir oft winzige Goldhähnchen als Patienten, meist mit Anflugtrauma. Letzten Herbst hatten wir gleich zwei seltene Eisvögel in kurzer Zeit. Der erste hatte eine Schnabelverletzung und kniff ein Auge zu. Da Eisvögel anspruchsvoll in der Versorgung sind, brachten wir ihn nach Rücksprache direkt in die Vogelklinik, doch leider überlebte er nicht. Der zweite, vermutlich mit Anflugtrauma, erholte sich nach wenigen Stunden und konnte wieder freigelassen werden.

Ein Goldhähnchen bekommt ein Medikament über den Schnabel verabreicht. Bilder: © Tierrettung München

Am Nikolaustag erhielten wir eine überraschende Patientin: eine Wasserralle mit blaugrauem Gefieder und rotem Schnabel. Da wir normalerweise kein Wassergeflügel behandeln, übergaben wir sie nach der Erstversorgung der Vogelklinik.

Wasserralle. Bild: © Tierrettung München

Im Januar wurde uns ein unbekannter Vogel mit leuchtend brauner Brust gebracht – ein weitgereister Bergfink. Er hatte eine kleine Wunde am Schnabelwinkel, einen leicht hängenden Flügel und zeigte Gleichgewichtsstörungen, vermutlich nach einem Aufprall.

Bergfink mit Wunde und hängendem Flügel. Bild: © Tierrettung München

Nach Wundversorgung, Schmerzmitteln, Vitamin B und Infusion übergaben wir ihn zur weiteren Behandlung der Vogelklinik. Beim Nachfragen erfuhren wir erfreut, dass er sich vollständig erholt hatte und bereits wieder in die Freiheit entlassen worden war.