Berliner Eisbär Fritz wurde nur vier Monate alt
Er hätte der nächste Publikumsliebling im Berliner Zoo werden können, doch nach nur vier Monaten starb Eisbärbaby „Fritz“, wie ihn die Berliner genannt hatten. Die offizielle Todesursache lautet Organversagen, auch Notärzte konnten das Tier nicht mehr retten. Trotz der hohen Sterblichkeit bei jungen Eisbären auch in freier Wildbahn sorgt der Tod des Bären für ein Aufleben der grundsätzlichen Kritik an der Eisbärenhaltung. Schon sein Zwilling war kurz nach der Geburt gestorben, den Tod von Fritz sehen Tierschützer nun als weitere Folge der nicht artgemäßen Haltungsbedingungen im Zoo.
Oftmals seien Bären und insbesondere ihre Babys in erster Linie Publikumsmagnete, ihre Haltung nicht zeitgemäß, heißt es auch aus Wissenschaftskreisen. Eine Botschafterfunktion für ihre frei lebenden Artgenossen und ihren schwindenden Lebensraum könnten sie schon längst nicht mehr übernehmen, alleine jedoch aus Platzgründen und wegen der fehlenden natürlichen klimatischen Bedingungen sei ihre Haltung und kontrollierte Fortpflanzung nicht zu unterstützen. Derzeit leben in insgesamt 14 deutschen Zoos noch 36 Eisbären.