Code of Survival
aktion tier Gewinnspiel
Millionen Tonnen von Monsantos „Roundup“ mit seinem Hauptwirkstoff Glyphosat werden Jahr für Jahr weltweit auf die Felder ausgebracht. Diese Giftwaffe wird jedoch stumpf, denn die Natur bildet resistente Unkräuter, die sich in biblischen Ausmaßen vermehren und nun ein Superwachstum an den Tag legen, das Nutzpflanzen überwuchert und abtötet. Dieser Form der zerstörerischen Landwirtschaft setzt der überaus spannend erzählte und vielschichtige Dokumentarfilm CODE OF SURVIVAL drei nachhaltige Projekte entgegen:
Die Teeplantage AMBOOTIA in Indien, in der überwältigenden Landschaft von Darjeeling/Himalaya. In 2000m Höhe erleben wir, wie nachhaltige ökologische Landwirtschaft eine ganze Region rettet. Die ökologische Anbauweise verhindert das Abrutschen der durch den Kunstdüngereinsatz erkrankten Teegärten.
Glyphosat trägt maßgeblich zum Artensterben in der Agrarlandschaft bei. Es steht im Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Die Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation hat es als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft. Glyphosat ist in der Landwirtschaft ersetzbar, vor allem durch Pflügen und Grubbern.
Bertram Verhaag
dreht im Rahmen seiner eigenen Produktionsfirma DENKmal-Film Dokumentarfilme. In drei Jahrzehnten entstanden etwa 140 Filme, darunter neun abendfüllende Kinoproduktionen. Konsequent, beharrlich und nachhaltig fühlt er sich als Produzent, Autor und Regisseur ausschließlich politischen, umweltpolitischen und sozialen Themen verpflichtet.
In den vielen Diskussionen nach seinen Filmen begegnet ihm immer wieder das Argument der Gentechnikbefürworter: „Man kann die bald 9 Milliarden Menschen auf der Welt nur mit Gentechnik ernähren“. Mit diesem Aberglauben räumt Verhaag in „Code of Survival“ gründlich auf. Er zeigt auf der einen Seite die verheerenden Folgen der Gentec-Gifte, die in fast jedem von uns nachweisbar sind – selbst in Ländern, wo keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut werden.
Auf der anderen Seite zeigt er Auswege: Projekte, die ohne Gentechnik und Gifte schon seit Jahrzehnten die Menschen ausreichend und gut ernähren, den Produzenten schwarze Zahlen und Gewinne bescheren, und zusätzlich den Boden wertvoll erhalten, statt ihn zu zerstören.
Das Projekt SEKEM des alternativen Nobelpreisträgers Ibrahim Abouleish, der vor 40 Jahren inmitten der Wüste seine biologische Farm gründete, beweist eindrücklich, wie man Wüste in fruchtbaren Boden verwandeln kann, und es wird gezeigt wie es funktioniert.
Der unbeugsame Bayer FRANZ AUNKOFER war einer der ersten Biobauern Deutschlands – auf alle Fälle aber der erste biologische Schweinemäster. Durch seine Pionierarbeit erwirtschaftet er inzwischen denselben Ertrag wie im konventionellen Anbau – ohne einen Tropfen Gift. Nur der Bauer sollte an der Landwirtschaft verdienen und nicht die Chemiegiganten.
In der eindrücklichen Montage wird die heilende Kraft der ökologischen Landwirtschaft mit den Auswirkungen des giftgestützten Anbaus konfrontiert, und es wird die Frage aufgeworfen: In welcher Art von Landwirtschaft liegt der CODE OF SURVIVAL auf unserem Planeten?