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19 beschlagnahmte Katzen übernommen
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19 beschlagnahmte Katzen übernommen

aktion tier ZOSSEN, Brandenburg

Die Rentnerin war mit der Versor- gung der vielen Katzen zunehmend überfordert
Mitte Februar haben Mitarbeiter des Tierheims aktion tier ZOSSEN 19 Katzen in einem kleinen Dorf im Landkreis Teltow-Fläming abgeholt. Das zuständige Veterinäramt hatte die Tiere beschlagnahmt, da die betagte Halterin mit deren Versorgung und Pflege überfordert war.
Ein Bericht von Ursula Bauer,
Geschäftsstelle aktion tier Berlin

Die Rentnerin zeigte sich einsichtig und kooperativ, so dass alle Katzen zügig in die mitgebrachten Transportboxen gesetzt werden konnten.

Bei einer so großen Population erhalten meistens nicht alle Tiere ausreichend menschliche Zuwendung und sind daher scheu. Diese Samtpfoten mussten mit Keschern eingefangen werden. Mitarbeiterinnen des Veterinäramtes dokumentierten den Bestand, und dann ging es ins Tierheim nach Zossen. Anfangs waren die Katzen in der Quarantänestation untergebracht, bis ihr Gesundheitszustand tierärztlich untersucht und die erforderlichen Behandlungen eingeleitet werden konnten.

Es ist erfreulich, dass die Katzenhalterin der Beschlagnahmung zugestimmt hat. Derart viele Tiere gut zu betreuen und in einem sauberen, ansprechenden Umfeld zu halten, schaffen Einzelpersonen in der Regel nicht. Zumal, wenn sie mit zunehmendem Alter gebrechlich und krankheitsanfällig werden.

Ein Teil der Tiere ist sehr scheu. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Vor dem Verladen wurde jede Katze notiert. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Tierheimmitarbeiterin Claudia beim Einladen der Transportboxen. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Jede Katze muss nun tierärztlich untersucht werden. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Auch das Wiegen gehört zur Untersuchung. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Die erste Nacht im Tierheim ist natürlich ungewohnt. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer

Durch diesen Fall wird uns erneut die Notwendigkeit einer TierschutzKatzenverordnung bewusst, die aktion tier im vergangenen Jahr in Form einer Kampagne thematisiert hatte. Würden klare gesetzliche Regeln zum Beispiel hinsichtlich Platzbedarf, Hygiene und Ausstattung der Aufenthaltsräume bestehen, hätte diese Katzenhaltung schon sehr viel früher beendet werden können.

Weitere Informationen zu unserer Kampagne „Tierschutz-Katzenverordnung jetzt!“ finden Sie auf unserer Homepage. Hier können Sie das Hintergrundvideo einsehen sowie den Kampagnenflyer herunterladen.