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Im Trüben fischen
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Im Trüben fischen ....

Mit dem Hund am See unterwegs …

Ein Bericht von Dr. Tina Hölscher,
Tierärztin bei aktion tier – menschen für tiere e.V.

Im Gegensatz zu uns Menschen schlucken die Hunde beim Baden viel Wasser. Sei es bewusst beim Trinken oder auch im wilden Spiel. Die Flüssigkeitsmengen, die hier abgeschluckt werden, sind teilweise enorm. Wenn da das Wasser aufgrund von Verunreinigungen eine schlechte Qualität besitzt, kann das Folgen haben. Kot von Wassergeflügel oder Müllreste, zurückgelassen von Badegästen, verunreinigen die Gewässer. Verschimmelte Brotreste gutmeinender Vogelfütterer mindern die Wasserqualität zudem. Je nachdem ob ein Bakterienbefall oder Giftstoffe Ursache der Verunreinigung sind, entwickeln sich unterschiedliche Symptome. Bauchschmerzen, Zittern, Fieber, Erbrechen und Durchfall gehören zu den klassischen Anzeichen einer Magen-Darm-Erkrankung unserer Vierbeiner.

Füttern sollte man seinem Hund in dieser Situation jetzt besser nichts. Schnellste Abhilfe schafft der Gang zum Tierarzt. In ganz unklaren Fällen kann eine Wasserprobe Aufschluss über die Krankheitsursache geben. Kennt man ein Gewässer nicht, meidet man es als Tierbesitzer vorsichtshalber besser. Gleiches gilt für Bäche oder Seen, an denen der Hund nach dem Badespaß bereits einmal Probleme gehabt hat. Dann verträgt er die dortige Wasserzusammensetzung offensichtlich nicht. Diese Stellen sucht man als Hundehalter besser nicht mehr auf.

Einige Hunde entwickeln Hautprobleme nach dem Baden. Die Vierbeiner riechen unangenehm und das Haarkleid wirkt fettig und unansehnlich. Dahinter steckt keine schlimme Erkrankung. Hier ist oft nur eine vermehrte Talgproduktion die Ursache. Ein Abduschen zuhause mit milden Hundeshampoos kann die Gerüche beseitigen und für seidigen Glanz des Fells sorgen. Das Shampoonieren darf allerdings nicht öfter als alle 14 Tage durchgeführt werden, sonst sorgt es seinerseits für Irritationen der Haut.

Suchen Sie nur saubere Seen und Bäche auf!

Grundsätzlich eignen sich als Badeplätze mit Hund nur saubere Seen oder Bäche. Denn auch der am Uferrand herumliegende Müll kann zum Problem werden. Nichts ist unangenehmer als eine tiefe Schnittverletzung durch verstreute Glasscherben am Uferrand oder scharfkantige Metallstücke fernab von jedem Transportmittel. So muss der Hund mit blutender Pfote noch den langen Heimweg antreten. Auch am Boden liegende Zigarettenkippen stellen eine Gefahr dar. Besonders junge, verspielte Hunde fressen derartigen Unrat gern und müssen es später mit Übelkeit und Durchfall büßen. Doch keinesfalls soll das Baden im Allgemeinen hier verteufelt werden. Die Schwimmbewegungen sind eine Bereicherung für den Hundekörper. Ohne die Gelenke zu belasten, benutzt der Vierbeiner alle Muskeln des Körpers und hat zudem Spaß dabei. Also nix wie raus und rein ins kühle Nass, aber gewusst wo!

Müll ist nicht nur unansehnlich, sondern kann im Fall von Scherben bspw. gefährlich für Hundepfoten werden.

Kronverschluss
Glasscherben
scharfkantige Dose
Entenkot