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Beete

Mein tierfreundlicher Garten

Die Vielfalt im Beet bringt’s. © Ursula Bauer
Setzen Sie dem Beete-Einheitslook aus fremdländischen Geranien, Hortensien, Rhododenren, Bambus und Funkien sowie allerlei Zuchtrosen ein Ende. Unsere heimische Tierwelt kann mit diesen exotischen Pflanzen wenig anfangen. Sind deren Blüten auch noch gefüllt, sind sie nicht einmal für Nektarund Pollensammler interessant.
Ein Bericht von Ursula Bauer,
Geschäftsstelle aktion tier Berlin

Legen Sie doch einmal ein unkonventionelles Beet an, indem Sie die unterschiedlichsten Pflanzen miteinander mixen. Die größte Vielfalt und daraus resultierend der größte ökologische Nutzen entsteht, wenn man Kräuter, Obststauden, Gemüse und Blumen nicht als Monokultur, sondern als bunte Mischkultur pflanzt. Sie werden staunen, wie hübsch dieser bunte Mix aussieht, wie gut die Pflanzen gedeihen und wieviel tierisches Leben ins Beet kommt. Außerdem können Sie unbelastetes Obst und Gemüse aus eigenem Anbau genießen oder schnell ein paar frische Kräuter fürs Essen hereinholen. Ihre Kinder können miterleben, wie Lebensmittel wachsen, und dass Schnittlauch wunderschön blüht, wenn man ihn lässt.

Empfehlenswerte heimische, insektenfreundliche Stauden sind beispielsweise Gemeine Ochsenzunge (Anchusa officinalis), Skabiosen- Flockenblume (Centaurea scabiosa), Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum), Blauer Natternkopf (Echium vulgare), Echte Schlüsselblume (Primula veris), Rainfarn (Tanacetum vulgare), Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) und Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea). Bienen und Co. lieben außerdem Kräuter wie Salbei, Rosmarin, Pfefferminze, Thymian, Bohnenkraut und Borretsch.

Ein Komposthaufen im Garten ist eine sinnvolle Ergänzung, da er nährstoffreichen Naturdünger für die Beetpflanzen liefert und auch von den Gartentieren genutzt wird. Scher- und Feldmaus etwa verstecken sich gerne darin. Ebenso Igel und Spitzmaus, die es außerdem auf die im Kompost versteckten Schnecken und Schneckeneier abgesehen haben. Blindschleichen schätzen die bei der Zersetzung von Pflanzenabfällen entstehende Wärme und bringen gerne im Komposthaufen ihre Jungen zur Welt.

Dieses Kraut- und Rübenbeet ist voller Leben. © Ursula Bauer
Lavendel wird von Schmetterlingen, Hummeln und Bienen geliebt, von Mücken dagegen gehasst. © Ursula Bauer
Ein Beet mit unterschiedlichen, fremdländischen Tagetes (Studentenblumen) ist attraktiv, die gefüllten Sorten bieten Insekten jedoch kaum Nahrung. © Ursula Bauer
Südafrikanische Geranien nutzen der heimischen Tierwelt wenig. © Ursula Bauer
Fremdländische Rhododendren hat jeder. © Ursula Bauer
Der Regenwurm wandelt Organisches in fruchtbare Erde um. © Ursula Bauer

Mulchen

Der offene Boden zwischen den Pflanzen im Beet wird schnell hart und trocken. Eine Deckschicht aus Mulchmaterial schafft Abhilfe. Geeignet sind zum Beispiel Laub und Grasschnitt, die sowieso anfallen. Bitte höchstens 5cm dick abdecken. Im Mulch leben übrigens auch zahlreiche Kleintiere und Mikroorganismen, welche die organischen Stoffe in Nährstoffe für die Pflanzen umwandeln.