Gehölze
Mein tierfreundlicher Garten
Beispiele für die ökologische Bedeutung einheimischer Gehölze:
- In Bezug auf unsere heimische Tierwelt leben in und an den beiden hiesigen Eichen (Quercus robur und Quercus petrea) die meisten Insektenarten. An keiner anderen Baumart wurden über 150 Großschmetterlingsarten, über 500 holzbesiedelnde Käfer und über 400 weitere, zum Teil räuberisch lebende Insekten nachgewiesen.
- Auch die Zitter-Pappel oder Espe (Populus tremula) ist für Tiere wie Raupen von über 30 heimischen Schmetterlingsarten wie Großer Eisvogel, Großer Schillerfalter und Trauermantel eine wichtige Futterpflanze.
- Auf Weißdorn (Crataegus monogyna und Crataegus laevigata) leben etwa 150 Insektenarten wie Käfer, Wanzen, Wildbienen, Wespen und Schmetterlinge. Außerdem ernähren sich mehr als 30 Vogelund viele Säugetierarten von seinen roten Früchten.
- Die Beeren des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) werden von ca. 60 Vogelarten gefressen.
Einzelbäume
Mindestens ein ökologisch wertvoller, heimischer Lauboder Obstbaum sollte in jedem Garten stehen. Nur wenn wirklich genug Platz ist, können es auch mehrere sein. Geeignete Bäume (Endhöhe 10 bis über 20 m) für große Gärten sind Stieleiche (Quercus robur), Zitter-Pappel (Populus tremula), Birke (Betula pendula), Grauerle (Alnus incana), Hainbuche (Carpinus betulus) und Feld-Ahorn (Acer campestre).
In einen kleinen Garten sollte man nur Bäume pflanzen, die höchstens 10m hoch werden wie beispielsweise Salweide (Salix caprea), Reifweide (Salix daphnoides), Eberesche (Sorbus aucuparia) und Holzapfel (Malus sylvestris). Von den Obstbäumen sind Apfel (Malus domestica) und Pflaume (Prunus domestica) empfehlenswert. Nicht nur für die Tiere, sondern auch als kulinarische Bereicherung für den Gartenbesitzer. Lassen Sie Ihre Bäume bitte alt werden, denn Altbäume sind äußerst wertvoll.
Entstehende Löcher und Höhlungen sind wichtig für höhlenbrütende Vögel wie Gartenrotschwanz, Buntspecht, Kleiber und Meise. Eichhörnchen nutzen Baumhöhlen als Vorratskammer, Fledermäuse und Siebenschläfer als Nisthöhlen und Winterquartiere. Auch Hornissen und Wildbienen legen ihre Nester gerne in Höhlungen von Bäumen an.
Sträucher
Den meisten Nutzen für die heimische Tierwelt bringt eine gemischte, möglichst lange Hecke. Allerdings kommen die Sträucher einer oft gestutzten Schnitthecke meist nicht zum Blühen und Fruchten. Wenn genug Platz vorhanden ist, wäre es daher besser, den Heckensträuchern die Möglichkeit zur freien Entfaltung zu geben. ökologisch wertvolle heimische Straucharten sind Haselnuss (Corylus avellana), Schwarzer Holunder (Sambucus nigra), Roter Hartriegel (Cornus sanguinea) und Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum). Dornensträucher wie Schlehdorn (Prunus spinosa), Weißdorn (Crataegus laevigata, Crataegus monogyna), Hundsrose (Rosa canina), Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris) und Brombeere (Rubus fruticosus) sollten in keiner Hecke fehlen, da sie zusätzlich die Vogelbrut vor Elstern, Katzen und anderen Raubtieren schützen. Kaufen Sie Strauch- und Baumarten, die bei Ihnen in der Natur wachsen. Diese sind heimisch und standorttypisch und werden sicherlich in Ihrem Garten gut gedeihen.