Erste Igel sanft ausgewildert
aktion tier Igelzentrum Niedersachsen
Hier wurden Anfang Mai 2020 insgesamt 20 Igel ausgewildert. Die linienförmige Kleingartenanlage Heisterkamp besteht aus zwei Reihen vielfältig strukturierter Gärten mit den typischen Lauben, Schuppen und Gewächshäusern. Sie liegt, auf der einen Seite von einem breiten Grünstreifen begleitet, wie ein bunter Streifen zwischen Wohn- und Gewerbeflächen am südwestlichen Stadtrand von Hemmingen, unweit des Naturschutzgebietes Sundern.
Der bunte Mix aus Gehölzen sowie Nutz- und Ziergartenanteilen bietet Igeln gute Lebensbedingungen. Sie finden hier genug Versteckmöglichkeiten für ihren Tagschlaf und geeignete Plätzchen unter Hecken und Sträuchern, um ein Nest für den langen Winterschlaf und die Kinderstube zu bauen. Als reine Fleischfresser bevorzugen Igel Tiere wie Käfer, Raupen, Ohrwürmer und Spinnen. Diese finden sie gerade in Gärten, in denen nicht nur schöne Blumen wachsen, sondern auch Gemüse, Kräuter und Obst gezogen werden. Insekten, Vögel, Eichhörnchen und Igel brauchen einen vielfältigen, möglichst naturnahen Lebensraum, der ihren Bedürfnissen gerecht wird. Dieser naturnahe Lebensraum ohne Gifte, Dünger und Zäune ist für Igel dort besonders angenehm. Zudem sind die Stacheltiere dort herzlich willkommen. „Eine wunderschöne Aktion, damit Mensch und Tier lernen, besser und harmonischer miteinander zu leben, wenn wir durch die Enge der Bevölkerung schon so nah beieinander sind!“, sagt der Obmann vom Kleingartenverein, Dieter Böhm.