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Farbenfrohe Eule
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Farbenfrohe Eule

aktion tier informiert

Der fertige Nachtfalter ist, im Gegensatz zur Raupe, eher eine „graue Maus“, aber gerade dadurch sehr gut getarnt. Foto: Fvlamoen, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Ahorn- oder auch Rosskastanien-Eule (Acronicta aceris) ist kein Vogel, sondern ein nachtaktiver Schmetterling aus der Familie der Eulenfalter. Seine bunt gefärbte, hübsche Raupe kann man mit etwas Glück zwischen Juli und August vor allem in lichten Mischwäldern oder Parks mit Baumbestand antreffen.
Ein Bericht von Ursula Bauer,
Geschäftsstelle aktion tier Berlin

Anders als der Name vermuten lässt, fressen die langhaarigen Raupen nicht nur die Blätter von Ahorn und Kastanie, sondern mögen viele Laubholzarten und können, wenn sie in Massen auftreten, sogar Schäden an Bäumen verursachen.

Die Nachtfalter-Larven sind etwa 4 cm groß und unglaublich flink. Ihre in alle Richtungen abstehenden Haare sehen fast wie ein Fell aus. Fühlt sich das Insekt bedroht, kugelt es sich wie ein Igel ein, so dass die Härchen nach außen ragen. Diese können, so wie bei der Raupe des Eichen-Prozessionsspinners, bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen wie Hautjucken und Brennen auslösen.

Im Laufe des Sommers häuten sich die Tiere mehrmals und verpuppen sich dann im Herbst, wenn die Blätter ihrer Fraßpflanzen gelb werden. Sie überwintern als Puppe in einem schützenden Gespinst am Fuße eines Baumes. Der fertige Falter schlüpft dann im kommenden Jahr etwa ab Mitte Mai.

Bunt und auffällig, die Raupe derAhorneule. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Blätter und Früchte des Feld-Ahorn (Acer campestre). Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Auch die Raupe einer nahen Verwandten, der Ampfer-Eule Acronicta rumici, ist farbenfroh und haarig. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer

Acronicta aceris gilt in Deutschland als nicht gefährdet, kommt allerdings im Saarland gar nicht (=ausgestorben) und in BadenWürttemberg nur sehr selten vor (=gefährdet).