Teamgeist in der Biosphäre Potsdam
aktion tier-Mitarbeitertreffen
Nach einem kompakten Wissensblock zu tropischen Ökosystemen ging es direkt hinein in die Tropenwelt. Ein Höhepunkt des Vormittags war das Schmetterlingshaus, in dem Ursula Bauer einen Vortrag vorbereitet hatte. Zwischen frei fliegenden tropischen Schmetterlingen erläuterte sie deren Lebenszyklen, die Bedeutung geeigneter Futterpflanzen und die empfindlichen Umweltbedingungen, die diese Arten benötigen. Die Teilnehmer konnten verschiedene Entwicklungsstadien beobachten und erfahren, wie stark Schmetterlinge auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Pflanzenvielfalt reagieren. Die Begeisterung war immer groß, wenn einer der teilweise wirklich sehr großen Schmetterlinge auf Schulter oder Rücken landete und hier kurz pausierte.


Einblicke in die Tropenwelt: Tiere, Lebensräume und ökologische Zusammenhänge
In der großen Halle der Tropenwelt zeigten Blattschneiderameisen in einem angefertigten Röhrensystem, das sich über mehrere Etagen zieht, eindrucksvoll ihre enorme Tragkraft, während am Urwaldsee Karpfen, Buntbarsche und ausgesetzte Schildkrötenarten zu sehen waren, die als invasive Arten heimische Tierarten verdrängen können. In den Terrarien wurden tropische Frösche vorgestellt, deren Hautsekrete in der Natur der Abwehr dienen. Die Unterwasserwelt bot Einblicke in das Leben verschiedener Fischarten und informierte zugleich über die ökologischen Folgen von Plastikmüll und Möglichkeiten, Plastik im Alltag zu reduzieren. In einem unterirdischen Gang-System, das optisch wie ein U-Boot angelegt ist, durch das man durchläuft, wurden von Ann Kari Sieme Clownfische als typische Vertreter einer Symbiose mit Seeanemonen vorgestellt und Schlammspringer als Fische, die zeitweise an Land leben können. Gespenstschrecken demonstrierten ihre ausgeprägte Tarnfähigkeit, sodass sie in ihren großen Terrarien einfach nicht entdeckt wurden. Am Futterplatz in der Tropenhalle ließen sich Grüne Wasseragamen und Dreifarben-Glanzstare beobachten, während in einem großen Gehege ein Prevost-Hörnchen aus kontrollierter Zucht vorgestellt wurde. Die Weißbüscheläffchen Marianne und Manfred boten einen Einblick in das Leben kleiner Krallenaffen und die damit verbundenen tierschutzfachlichen Fragen. Der Riesen-Bambus beeindruckte durch sein außergewöhnlich schnelles Wachstum, und die Duftorgel lud dazu ein, verschiedene tropische Aromen kennenzulernen. Eine Schnitzeljagd und ein Punktesystem begleiteten den Tag und sorgte bei allen Mitarbeitern für zusätzliche Motivation und Teamgeist.
Ökologische Vielfalt und frühe Tierschutzbildung als gemeinsamer Schwerpunkt
Am Nachmittag folgten weitere Stationen. Im Pyramidengarten im angrenzenden wunderschön angelegten Volkspark erläuterte Ursula Bauer die Bedeutung der Pflanzenvielfalt und die ökologischen Zusammenhänge, die sich in diesem Lernort gut beobachten lassen. Der Garten hier ist so angelegt, dass gezielt Pflanzen wachsen, die auch mit höheren Temperaturen und längeren Trockenphasen besser zurechtkommen. Viele dieser Arten stammen aus Regionen, deren Klima dem immer wärmer werdenden mitteleuropäischen Klima ähnelt. Dadurch zeigt der Garten anschaulich, wie sich Vegetation verändern kann, wenn sich Umweltbedingungen verschieben, und welche Pflanzen künftig eine größere Rolle spielen könnten.
Zum Abschluss kamen alle Teilnehmer zusammen und hörten einen Vortrag von Tierschutzlehrerin Rebecca Klemm über den Tierschutzunterricht von aktion tier im Rahmen des Projekts JUNIOR, der für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in vielen Schulen in und um Berlin und in Hannover angeboten wird. Dabei wurde nochmals deutlich gemacht, wie wichtig eine frühe Wissensvermittlung für ein nachhaltiges Verständnis von Tierund Naturschutz ist. Der Unterricht vermittelt kindgerecht, warum Tiere Schutz brauchen, wie Lebensräume funktionieren und welche Rolle jedes einzelne Kind im Alltag spielen kann – von verantwortungsvollem Umgang mit Haustieren bis hin zu einfachen Umweltentscheidungen. Das aktion tier-Projekt JUNIOR zeigt, wie gut Kinder auf solche Inhalte reagieren und wie schnell sich Interesse und Verantwortungsgefühl entwickeln können.
Eine kleine Siegerehrung rundete den interessanten Tag ab und sorgte für viele strahlende Gesichter. Das Treffen hat nicht nur das Teamgefühl gestärkt, sondern auch gezeigt, wie viel Freude gemeinsames Lernen macht – besonders, wenn Wissen in einer so besonderen Umgebung wie in der Biosphäre Potsdam entdeckt wird.

Die Biosphäre Potsdam ist ein großes Tropenhaus mit Regenwald, Tieren und Wissensstationen – ein Erlebnisort, der Natur hautnah und ganzjährig erlebbar macht.
Biosphäre Potsdam
Im Volkspark Potsdam
Georg-Hermann-Allee 99
14469 Potsdam Nord
Tel. 0331 550740
www.biosphaere-potsdam.de











