Tierschutz-Exkursion in Bischofswerda
aktion tier-Tierschutzzimmer Radeberg, Sachsen
Für den 27.06.2017 stand für die Grundschüler des AWO Hortes der Besuch des Tierparks in Bischofswerda auf dem Sommerferienplan. Nach Eintreffen auf dem Tierparkgelände und Begrüßung durch das Ehepaar König wurden unsere 38 Grundschüler in Gruppen für unterschiedliche Stationen eingeteilt. So gab es eine Führung durch den Tierpark, welcher am 13. August 2017 sein 60jähriges Jubiläum feierte. Dabei wurden nicht nur die Tiere, sondern auch zahlreiche Modernisierungen und Verbesserungen für die artgerechte Haltung der Tiere vorgestellt. Die schönsten und intensivsten Momente waren natürlich die Augenblicke, in denen man die Tiere mit allen Sinnen durch Fühlen, Hören, Riechen und Sehen wahrgenommen hat. Im Streichelgehege der Ziegen hatten daher selbst die Erwachsenen viel Spaß und Freude.
Zudem konnten die Grundschüler bei den Stationen der Zooschule ihres Alters entsprechend unterschiedliche Arbeitsblätter bearbeiten. Zum Beispiel haben die Kinder der 1. und 2. Klasse bei den abgebildeten Tieren ein oder zwei wichtige fehlende Körperteile herausgefunden und auf dem Blatt ergänzt. Abschließend konnte das Tier mit den richtigen Farben ausgemalt werden. Die Kinder der 3. und 4. Klassen sollten das „Das große Tierparkrätsel“ lösen. Die Antworten auf Fragen: „Wie heißen die männlichen Ziegen?“, „Zu welcher Tiergruppe gehört der Europäische Luchs?“, „Wie heißt der größte einheimische Eulenvogel?“ und weitere sechs Fragen ergaben das Lösungswort. Wer flink und rasch arbeitete, konnte noch Tiere aus Papier, Federn und Naturmaterialien basteln.
Christiana Helle stellte anschließend den Beruf des Tierpflegers vor. Die Grundschüler staunten über die genannten Informationen wie die allgemeinen und speziellen Kenntnisse der Tierarten, die artgerechte Haltung und Fütterung des Tieres sowie über die Pflege des Innen- und Außengeländes. Das Aufgabengebiet wird ergänzt durch Kenntnisse in der Buchführung über die tägliche Futtermenge, die Verhaltensweisen des Tieres sowie die Meldung von Anzeichen eventueller Erkrankungen. Tierpfleger achten außerdem immer darauf, dass die Besucher alle Tierparkregeln einhalten. Sie sind sich der Verantwortung den Tieren gegenüber stets bewusst. Dass die Arbeitszeiten eines Tierpflegers oft über den bekannten Arbeitsumfang hinausgehen, wurde von den Grundschülern mit großem Erstaunen aufgenommen. Es kann vorkommen, dass man auch an Wochenenden wie an Feiertagen als Tierpfleger im Einsatz ist. Diesen Satz konnte man bis in die Köpfe der Grundschüler verfolgen. Es herrschte tiefe Ruhe ...
… so hatte ich selbst Zeit in mich zu gehen und an meine eigene Kindheit zu denken. Mein jetziges Zuhause und damaliges Elternhaus ist nur eine Minute vom Tierpark entfernt. So konnte ich die Tiere des Tierparks sehen, hören und riechen. Zusätzlich war der Vater meiner Schulfreundin Leiter des Tierparks. Unsere Klasse hatte dadurch einen sogenannten Patenschaftsvertrag. Wer von den Grundschülern Lust hatte, durfte freiwillig beim Harken und Verschönern des Tierparks helfen. Diese ehrenamtlichen Stunden gefielen mir besonders! So besuchte ich als Kind jeden Tag den Park! Um es nicht zu übertreiben, ließen mich meine Eltern erst in den Tierpark gehen, nachdem ich alle meine Hausaufgaben ordnungsgemäß erledigt hatte. Dann endlich konnte ich meine Lieblingstiere sehen! Damals wie heute gilt der Leitsatz: Lernen durch Erleben. Vieles habe ich dort erlebt! Von vielem könnte ich noch berichten, nämlich dass meine große Leidenschaft zum Tier in diesem Tierpark begann! Der Grundstein zur Entstehung und Entwicklung der Tierschutzzimmer wurde in meiner Grundschulzeit durch die Erlebnisse in diesem Tierpark gelegt.
Verabschieden möchte ich mich heute mit meinem Lieblingssatz:
„Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken!“
(unbekannter Verfasser)
Als Erzieherin sage ich bei aktion tier – menschen für tiere vielen Dank, die so eine lehrreiche Exkursion für die Grundschüler des AWO Hortes Radeberg Süd ermöglichten. Wir bedanken uns natürlich auch bei Heidrun und Wolf-Dieter König – auch für das große Lob, dass Sie den Tierschutzkindern zum Wissen über die einzelnen Tiere gemacht haben!
Tierische Naturerlebnisse wünscht Ihnen Ihre
Jutta Nitzsche aus dem Tierschutzzimmer Radeberg