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Schornsteine: Gefahr für Vögel
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Schornsteine: Gefahr für Vögel

aktion tier Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen, Niedersachsen

Foto: Free-Photos/Pixabay
Rabenkrähen gehören zu den vielen tierischen Patienten in der aktion tier Wildtier- und Artenschutzstation. Wildvögel lassen sich z.B. gerne auf Industrieschornsteinen nieder. Leider geschehen dabei oft Unfälle, die auch große Greifvögel betreffen: Plötzlich steigt heiße Luft von unten im Schornstein auf, und der Vogel wird schwer verletzt.
Ein Bericht von Sandy Both

Im Falle einer Rabenkrähe sind die ganzen Schwungfedern abgeflammt, sodass der Vogel nicht mehr fliegen kann. Das Tier wurde in unserer Station medizinisch behandelt und muss nun komplett durchmausern, bevor er später gesund in die Freiheit entlassen werden kann.

Hausbesitzer können Abhilfe schaffen.

Immer wieder kommt es auch vor, dass Vögel in ungesicherte Schornsteine fallen, aus denen sie ohne menschliche Hilfe nicht mehr herauskommen. Mitarbeiter von Vogelpflegestationen retten regelmäßig die verrußten und halbverhungerten Tiere aus ihrer misslichen Lage. Für viele Piepmätze sind Schornsteine von Wohnhäusern beliebte Rast- und Aussichtsplätze. Besonders in der Jungvogelzeit stürzen unerfahrene kleine Singvögel, Eulen und Käuze in die Tiefe und finden aus eigener Kraft nicht mehr den Weg nach oben. Auffallend häufig zeigen sich Dohlen sehr interessiert an Schornsteinöffnungen und stürzen derzeit besonders häufig ab. Vielfach werden Hausbewohner dann durch Rascheln und Flattern aufmerksam und sollten diesen Geräuschen auch schnellstens auf den Grund gehen! Es empfiehlt sich in jedem Fall, den Bezirksschornsteinfeger hinzuzuziehen.

Hausbesitzer sollten, wenn irgend möglich, präventiv tätig werden und dafür sorgen, dass nach oben hin offene Schornsteine etwa mit Dohlenschutzgittern, Kaminhüten aus nicht brennbarem Material oder Metall- und Plastikaufsätzen abgedeckt werden. Die verschiedenen Konstruktionen sind im Fachhandel erhältlich und sollten am besten schon beim Hausbau angebracht werden.

Diese Krähe hat sich ihre ganzen Schwungfedern abgeflammt, vermutlich durch zu heiße Luft aus einem Industrieschornstein. Nun kann sie sich in der Wildtierstation erst einmal erholen. Foto: © Dr. Florian Brandes