Tierliebe geht durch den Magen
Tierschutzunterricht
Da wir für unseren Tierschutzunterricht einen ganzen Projekttag zur Verfügung gestellt bekamen, konnten wir dem Thema gemeinsam mit den Schülern intensiv auf den Grund gehen. So erörterten die Schüler zunächst mit unserer Tierschutzlehrerin die Grundlagen. Was ist ein Nutztier? Welche Nutztiere kennen wir, und was nutzen wir eigentlich alles vom Tier?
Die Kinder lernten nicht nur, wo Burger, Bratwurst und Chicken Nuggets herkommen, sondern erfuhren zum Beispiel auch, wie viele Rohstoffe tierischen Ursprungs sich in unserer alltäglichen Kleidung befinden.
Nachdem sich die Schüler mit allen mitgebrachten Materialien intensiv auseinandergesetzt hatten, ging es im Anschluss darum, ob es für einige Produkte nicht auch tierfreundliche Alternativen gibt. Also schauten wir uns zum Beispiel vegane Ledervarianten an und überlegten gemeinsam, ob eine Winterjacke unbedingt mit Daunen gefüttert sein muss. Da Liebe, oder in unserem Fall Tierliebe, ja bekanntlich durch den Magen geht, waren im Anschluss die Alternativen zu Lebensmitteln tierischen Ursprungs dran. Um diese mit allen Sinnen erfahren zu können, wechselten wir unsere Location und zogen in die Hort-Küche.
Dort sollten die Kinder selbst ihr erstes ganz bewusst veganes Essen zubereiten. Mit großer Freude und viel Einsatz wurden also Zwiebeln geschnitten, Knoblauch gehackt, Äpfel geschält, Vanilleschoten ausgekratzt und Teige hergestellt. Es wurde gekocht, gebacken, gerührt und geschnippelt, bis wir dann alle gemeinsam unsere Spaghetti mit selbstgekochter Tomatensoße und veganem Parmesan genießen konnten. Der krönende Abschluss bestand dann aus einem veganen Apfelcrumble mit frisch gekochter und selbstverständlich veganer Vanillesoße. Alle Kinder hatten großen Spaß am gemeinsamen Kochen und am Probieren von Gerichten, die ganz ohne Tierleid auskommen.




