Blutspender-Tiere retten Leben
Für den Notfall
Tierbesitzer, die helfen möchten, sollten ihr Tier beim Tierarzt als potenziellen Spender registrieren lassen. Als Spendertiere kommen gesunde Hunde und Katzen, die regelmäßig geimpft und entwurmt sind, in Betracht. Sie selbst sollten noch keine Blutspende erhalten haben und zwischen 2 und 10 Jahren alt sein. Außerdem dürfen sie nicht aus dem Ausland stammen. So kann man sicher sein, dass die Spender keine fremdländischen Krankheitserreger mitgebracht haben, die ansonsten womöglich auf das Empfängertier übertragen werden könnten. Damit sie sich als Spendertier eignen, sollten Katzen über 4 Kilogramm, Hunde am besten über 20 kg wiegen. Die Blutspende an sich verkraftet das Spendertier problemlos.
Auch der Spendevorgang selbst ist keine große Sache und verläuft ähnlich wie eine Blutentnahme. Die vierbeinigen Blutspender erhalten im Anschluss eine Infusion und verkraften damit die Spende ohne besondere Einschränkungen. Im Notfall kann eine Blutspende ein Tierleben retten! Daher bittet aktion tier e.V. Tierbesitzer, deren Tiere sich für eine Blutspende eignen würden, sich bei ihrem Tierarzt zu melden und kundzutun, dass das eigene Tier als Spendertier in Frage kommen würde. Natürlich immer in der Hoffnung, dass kein Ernstfall, der eine Spende erforderlich macht, eintreten möge. Doch in einer echten Notlage kann so das eigene Haustier zum Helden werden.
Blutgruppen und Verträglichkeit
Menschen:
Menschen haben die Blutgruppen A, B, AB und 0, die durch das AB0-System sowie den Rhesusfaktor bestimmt werden. Um sicherzustellen, dass es keine Abstoßungsreaktionen gibt, muss der Spender dieselbe Blutgruppe und denselben Rhesusfaktor haben wie der Empfänger.
Tiere:
Blutgruppen und Systeme variieren stark zwischen Tierarten. Hunde haben zum Beispiel mindestens acht Hauptblutgruppen (DEA 1 bis DEA 8), wobei DEA 1 besonders wichtig ist. Katzen haben die Blutgruppen A, B und AB, die für Transfusionen berücksichtigt werden müssen. Bei der ersten Transfusion kann eine Blutgruppenübereinstimmung oft weniger kritisch sein als bei nachfolgenden, aber für optimale Sicherheit und Effektivität wird immer häufiger die genaue Blutgruppe bestimmt.