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Igel aus Gefahrensituation gerettet
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Igel aus Gefahrensituation gerettet

aktion tier Berlin

In diesem Ausnahmefall war eine Umsiedelung gerechtfertigt. © aktion tier, Ursula Bauer
Mitte Oktober haben wir einen Jungigel umgesiedelt, der an einer stark befahrenen Straße in einem dicht bebauten Berliner Bezirk gefunden worden war. Das gesunde und über 600 Gramm schwere Tier wurde in einem weitläufigen, vielfältig strukturierten Landschaftspark freigelassen. Dort bieten Naturelemente wie Hecken, Gebüsche, Steinmauern, Teiche, Nutzund Ziergartenbereiche ideale Lebensbedingungen.
Ein Bericht von Ursula Bauer,
Geschäftsstelle aktion tier Berlin

Nur in absoluten Ausnahmefällen wie diesem ist eine Umsiedelung gerechtfertigt und sinnvoll. Wer einen Igel wahllos einsammelt, nur weil er das Gefühl hat, das Tier sei in der Stadt fehl am Platz, handelt tierschutzwidrig und tut dem kleinen Outdoor-Profi auch keinen Gefallen. Igel sind sogenannte Kulturfolger, die heute vorrangig in der Nähe des Menschen zum Beispiel in den begrünten Randbereichen von Siedlungen sowie in Gärten und Parks leben.

Jeder Igel hat ein festes Revier, in dem er lebt und auf Nahrungssuche geht und aus dem man ihn niemals ohne triftigen Grund herausreißen sollte. Es ist völlig normal, dass uns die Tiere auch ab und an in der Stadt begegnen. Sie müssen nicht automatisch „gerettet“ werden. Unserem Igel drohte an der Straße unmittelbare Gefahr, und es befanden sich in der näheren Umgebung weder Gärten noch eine Grünanlage, wohin wir das Tier hätten bringen können. Daher gab es keine andere Lösung als die Umsiedelung.

Der Igel erkundet seinen neuen Lebensraum. © aktion tier, Ursula Bauer
Hier findet der Jungigel ideale Lebensbedingungen. © aktion tier, Ursula Bauer
Der Jungigel ist in einem guten Ge- sundheits- und Ernährungszustand. © aktion tier, Ursula Bauer
Ein gutes Zeichen, der kleine Kerl ist kräftig – er kann sich vollständig einrollen. © aktion tier, Ursula Bauer
Die Hecke aus Ästen ist ein sicherer Rückzugsort. © aktion tier, Ursula Bauer

Laien können oft nicht beurteilen, ob sich ein Igel in einer akuten Notsituation befindet. Wir empfehlen daher, vor einer auch noch so gut gemeinten „Rettungsaktion“ mit einem Igelexperten, zum Beispiel von aktion tier, zu sprechen.