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Doch noch kein Ende für betäubungslose Ferkelkastration?
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Doch noch kein Ende für betäubungslose Ferkelkastration?

Foto: © Jan Peifer
Die betäubungslose Kastration von Mastferkeln gehört wohl zu den grausamsten Praktiken in der industriellen Massentierhaltung. Dies hat auch der Gesetzgeber erkannt und mit der Reform des Tierschutzgesetzes 2013 die Kastration ohne Betäubung verboten, da sie keinen vernünftigen Grund darstellt, einem Tier Schmerzen zuzufügen.
Ein Bericht von Jan Peifer

Ohne diesen darf einem Tier aber gemäß Gesetz kein Leid angetan werden. Doch das Verbot des qualvollen Eingriffs sollte erst zum Januar 2019 in Kraft treten. Nun plant die Regierungskoalition offenbar, dieses Datum um zwei weitere Jahre zu verschieben. Vor allem die CSU möchte sich so dafür einsetzen, dass die Ferkelzucht auch in Zeiten schwieriger Wirtschaftslage für Schweinezüchter möglich und lukrativ sein soll. Der Ausgang des Vorhabens ist jedoch ungewiss – entsprechende Initiativen im Bundesrat fanden in der Vergangenheit nicht die nötige Zustimmung.