Neues vom aktion tier Lottihof
aktion tier Lottihof, Mecklenburg Vorpommern
Nur durch Kastration kann das Leid der Straßenkatzen eingedämmt werden. Denn die wenigsten Katzenkinder haben das Glück bei uns oder einem anderen Gnadenhof unterzukommen! Besonders beispielhaft für die rasante Vermehrung des Katzenelends auf der Straße ist dabei das Schicksal einer nicht kastrierten Straßenkatze, die wir monatelang versucht haben mit viel Zeit und Mühe in Grevesmühlen einzufangen. Ihre sieben Kitten konnten wir im Frühsommer in die Falle locken, die Mutter selbst jedoch nicht. Mit der Folge, dass sie dann vier neue Kitten bekam. Auch die Mutter haben wir endlich überlisten können. Sie ist nun mit ihren älteren und den jüngsten Kindern bei uns und wird kastriert, sobald ihre Kitten groß genug sind.
Gerne nehmen wir Spenden an, die uns helfen, die kleinen und großen Straßenkatzen zu versorgen, z.B. Futter von unserem Wunschzettel oder was immer ihr mögt!
https://www.zabello.de/produkt-schlagwort/katzenkinder-katzenmuttis/
(einfach Code „lottihof“ nutzen, und es entfallen die Versandkosten)
Bitte lasst eure Hauskatzen mit Freigang kastrieren und kennzeichnen. Das verhindert Tierleid! Bitte setzt euch mit uns für eine behördliche Kastrations- und Kennzeichnungspflicht im Landkreis Nordwestmecklenburg ein! Sprecht darüber, wie wichtig das ist!
Igelkinder in Not
Ende September wurden den Mitarbeitern des aktion tier Lottihofs vier Igelkinder in einem Pappkarton übergeben. Die Tiere waren völlig abgemagert und dehydriert. Man hatte sie bereits eine Woche zuvor beim Abbau eines Campingwagens entdeckt. Statt sich fachkundige Hilfe einzuholen, hatten die Finder die vermeintlich mutterlosen Jungtiere kurzerhand in einen Pappkarton gesetzt – ohne artgerechtes Futter und Wasser. Erst dann wurden die mittlerweile halbtoten Tiere endlich zum Amt gebracht, welches sogleich Kontakt mit dem aktion tier Lottihof aufnahm.
Zwei der vier Igel sind heute trotz der fachkundigen Betreuung durch Igelexpertin Jutta Schlawin, die seit langem mit dem aktion tier Lottihof zusammenarbeitet, an den Folgen von Dehydrierung und Hunger verstorben. Die anderen beiden Igel können sich noch immer nicht auf den Beinen halten, haben aber Chancen zu überleben. „Der Tod beider Igel war absolut unnötig!“, sagt Christine Geburtig, Leiterin des aktion tier Lottihofs, die die Igel entgegengenommen hatte. „Alle vier waren gesund und groß genug, um in der Natur alleine zurechtzukommen.“ Man hätte die Tiere den Igelexperten zufolge nicht aus ihrem Umfeld nehmen dürfen. Schon gar nicht, um sie dann tagelang unversorgt in einen Pappkarton zu sperren. Zudem ist eine solch unüberlegte ‚Rettungsaktion‘ gesetzlich verboten, weiß Christine Geburtig. „Das Naturschutzgesetz erlaubt nur die Aufnahme und Pflege kranker, verletzter und hilfloser Igel. Es ist gesetzlich verboten, sie der Natur zu entnehmen, außer wenn sie hilfsbedürftig sind.“ Das war hier nicht der Fall, da sind sich Christine Geburtig und Jutta Schlawin einig.
Leider erhält der aktion tier Lottihof häufig Anfragen, vermeintlich hilfebedürftige Igel aufzunehmen. Nicht immer können die aktion tier Mitarbeiter verhindern, dass ihnen gesunde Igel gebracht werden. „Die wenigsten Igel brauchen die Hilfe des Menschen!“, mahnt Christine Geburtig. „Unüberlegte Rettungsaktionen bedeuten für die Tiere nur unnötigen Stress und kosten Tierschutzorganisationen wie auch Finder unnötig Zeit und Geld!“
Hilfebedürftig sind
- Verletzte und offensichtlich kranke Igel.
- Von Maden befallene, torkelnde oder apathische Igel.
- Mutterlose Igelsäuglinge mit geschlossenen Augen, die sich tagsüber außerhalb des Nestes befinden.
- Untergewichtige Igel (Jungtiere Anfang November: deutlich unter 500 g, Alttiere Anfang November: deutlich unter 1000 g).
- Alle Igel, die bei Dauerfrost und geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen.
Laien können oft nicht beurteilen, ob sich ein Igel in einer akuten Notsituation befindet“, sagt Christine Geburtig. „Wir empfehlen daher, vor einer auch noch so gut gemeinten Rettungsaktion mit einem Igelexperten zu sprechen und sich fachlichen Rat einzuholen.“
Umfangreiche Tipps finden Sie auf der Webseite des aktion tier Igelzentrums unter https://www.aktiontier-igelzentrum.org/.
Wer den beiden überlebenden Igeln und den weiteren Stacheltieren auf dem aktion tier Lottihof helfen möchte, kann gerne hochwertiges, getreidefreies Katzen-Nassfutter (gerne Sorte „Rind“) oder Welpenaufzuchtmilch spenden. Passendes Futter ist auch auf dem Online-Wunschzettel. Wer den beiden überlebenden Igeln und den weiteren Stacheltieren auf dem aktion tier Lottihof helfen möchte, kann gerne hochwertiges, getreidefreies Katzen-Nassfutter (gerne Sorte „Rind“) oder Welpenaufzuchtmilch spenden. Passendes Futter ist auch auf dem Online-Wunschzettel des aktion tier Lottihofs zu finden. Natürlich sind auch Geldspenden sehr willkommen.
Natürlich sind auch Geldspenden sehr willkommen:
Sparkasse Mecklenburg Nordwest
IBAN: DE37140510001006004943
BIC: NOLADE21WIS