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Junge Musliminnen zu Besuch
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Junge Musliminnen zu Besuch

aktion tier Tierheim Zossen e.V., Brandenburg

Rahmah liebt Katzen. Foto: aktion tier, Ursula Bauer
Unser Tierheim Zossen in Brandenburg ist eine weltoffene, vorurteilsfreie Einrichtung. Jeder, der Interesse hat, ist willkommen. Daher haben wir uns auch gefreut, als vom Verein JUMA eine Drehanfrage kam.
Ein Bericht von Ursula Bauer,
Geschäftsstelle aktion tier Berlin

JUMA steht für jung, muslimisch, aktiv. Der Berliner Senat unterstützt das Dialogprojekt des Vereins, welches muslimischen Jugendlichen die Möglichkeit geben soll, drohender Ausgrenzung und Diskriminierung entgegen zu treten. Zum Beispiel, indem sie sich einbringen und aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligen. Die von den jungen JUMA-Machern selbst entwickelten und vom Senat bezuschussten Projekte und Aktionen sind in ganz unterschiedlichen Bereichen wie Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik angesiedelt.

Ein aktuelles JUMA-Vorhaben beschäftigt sich mit der Vorstellung verschiedener NGOs (übersetzt: Nicht-Regierungs-Organisationen). Dazu absolviert ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin bei der Organisation ein jeweils eintägiges Praktikum, über das ein Video produziert und später in den Sozialen Medien veröffentlicht wird. Das soll muslimischen Jugendlichen Lust machen, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Rahmah (li.) ist für die „Action“ zuständig, während Nuseyba filmt. Foto: aktion tier, Ursula Bauer
Im Katzenhaus lässt Nuseyba dann auch einmal ihre Kamera links liegen. Foto: aktion tier, Ursula Bauer
Auch unsere Katzen brauchen immer saubere Toiletten. Foto: aktion tier, Ursula Bauer
Nuseyba (li.) und Rahma mit Windhund Shaly. Foto: aktion tier, Ursula Bauer

Anfang Oktober kamen Nuseyba und Rahmah von JUMA in unser Tierheim. Rahmah hat aktiv mitgeholfen, während Nuseyba eifrig gedreht hat. Die beiden jungen Frauen waren von unserer Einrichtung sehr angetan und lobten unter anderem, dass unsere Tiere so viel Platz und immer einen Auslauf haben. Nach einem Orientierungs-Rundgang wurden die Arbeiten besprochen, die in einem Tierheim täglich anstehen, und Rahmah wurde schnell klar, dass Saubermachen eine zentrale Rolle spielt. Sie hat jedoch klaglos die Kothaufen in einem Hundeauslauf eingesammelt, die Toilettenecken in den Kleintiergehegen abgetragen und zwei Katzenklos gesäubert. Futter für die Kaninchen schnippeln war danach eine richtige Erholung, und auch für Schmuseeinheiten mit Hunden und Katzen sowie eine längere Gassirunde mit Hündin Skuly war noch genug Zeit.

Die beiden Musliminnen fanden den Tag im Tierheim sehr schön und versprachen, bald wieder zu kommen.