Forellenbarsche in Brandenburg
Einwanderer aus Nordamerika
Sehr willkommen ist der neue Räuber nicht, denn in unseren Gefilden hat er keine Fressfeinde, dafür aber einen gesunden Appetit und ist eine invasive Art, d.h. gebietsfremd. Auf dem Speiseplan des Forellenbarschs stehen Krebse, Fische, Lurche, Frösche und kleine Wasservögel, und er fühlt sich bei uns mit für ihn angenehmem Klima vermutlich wie im Schlaraffenland bei dem großen Speisenangebot.
Der Landesfischereiverband Brandenburg-Berlin vermutet, dass der Forellenbarsch illegal ausgesetzt wurde, und Berufsfischer und Angler machen sich Sorgen um Fischbestände. Für den privaten Gartenteich darf man sich Forellenbarsche zwar zulegen, aber ihn natürlich nicht in anderen Gewässern aussetzen. Es steht nun zu befürchten, dass er sich stark und schnell vermehren wird. In Bayern und in Sachsen wurde der imposante Fisch auch schon gesichtet.
Obacht ist bei einem Direktkontakt geboten, denn der Forellenbarsch lässt sich so schnell nichts gefallen und beißt mit seinen scharfen Zähnen auch gerne einmal zu.
Wer in einem Gewässer im Berliner und Brandenburger Raum einen Forellenbarsch entdeckt, soll dies bitte dem jeweils zuständigen Fischereiverband melden, möglichst mit Foto und Angaben zu Fang-Ort und Größe per E-Mail: info(at)lfv-brandenburg.de.
Die Heimat der Forellenbarsche, auch "Großmäuliger Schwarzbarsch" oder "Amerikanischer Schwarzbarsch" genannt, liegt im östlichen Nordamerika, im Gebiet der Großen Seen, des Sankt-Lorenz-Stroms, der Hudson Bay und des Mississippi Rivers bis in die Gewässer von Texas, Florida und Mexiko. Für die Fischerei wurden sie allerdings in einigen Ländern, zusammen mit der Regenbogenforelle, eingeführt, so auch in Europa und leben zum Beispiel im Wörthersee (Österreich), in der Rhone (Frankreich) oder in Gewässern von Spanien und Portugal.