Schnabelräude
Milbenerkrankung bei Vögeln
Diese unangenehmen Parasiten bringt der Vogel schon von den Elterntieren mit. Sie werden bei der Fütterung der Jungtiere vom Schnabel der Elterntiere auf den Schnabel des Nachwuchses übertragen. Dort bleiben sie auch, zunächst ohne aufzufallen. Sie leben im Gegensatz zu vielen anderen Parasiten ausschließlich dort, nicht in der Umgebung der Vögel. Bis zu etwa zwei Jahren können sie unentdeckt belieben. Erst in fortgeschrittenem Alter, bei Stress oder einer anderen Krankheit gewinnen sie die Oberhand und können sich vermehren. Sie bohren sich in das Schnabelhorn und regen damit das Hornwachstum an. Die borkigen, porösen Veränderungen weisen eine grau bis gelbliche Färbung auf. Vom Schnabel aus können sie sich auf die Umgebung der Augen, die Beine oder auch auf die Kloake ausweiten.
Wird der Befall einigermaßen frühzeitig erkannt, ist die Prognose gut.
Allenfalls Schnabeldeformationen können die Folge sein, wenn die Milben die Wachstumszone des Schnabels erreicht haben. Behandelt wird mit Tinkturen, die direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden, um das überschüssige Horn abzulösen und die Milben zu töten. Vögel, die zu scheu sind, um sie richtig festzuhalten, kann man auch mit Spot on-Präparaten, die man in größeren Zeitabständen aufs Gefieder träufelt, therapierendie man in größeren Zeitabständen aufs Gefieder träufelt. Von dort wird der Wirkstoff über die Vogelhaut resorbiert und wirkt dann vom Inneren des Vogelkörpers mit einer abtötenden Wirkung auf die Parasiten ein. Richtig diagnostiziert, kann dem Vogel dann meistens geholfen werden.