left 
Tiere aus der black box
reload
arrow_down

Tiere aus der black box

In engen Käfigboxen werden die Tiere gehalten, artgerecht ist das auf keinen Fall. Bild: © Jan Peifer
Das Geschäft mit sogenannten black boxes ist in China zu einem milliardenschweren Markt angewachsen. Für einen geringen Preis können Käufer Boxen mit unbekanntem Inhalt erwerben, die aber immer aus einem bestimmten Segment stammen.
Ein Bericht von Jan Peifer

Beliebt sind z.B. Smartphones, Sonnenbrillen oder Designerkleidung. Tierschützer machen darauf aufmerksam, dass immer häufiger auch Tiere in black boxes verkauft werden – zu äußerst günstigen Preisen. So werden etwa ab rund fünf Dollar pro Box “zufällig ausgewählte” Hunde- und Katzenwelpen angeboten. Zwar dürfen in China offiziell keine lebenden Tiere per Post verschickt werden, Kontrollen finden allerdings kaum statt. Immer wieder kommt es deshalb vor, dass solche Sendungen auffliegen.

Im vergangenen Jahr sorgte etwa ein Transport für Aufsehen, der in der Nähe der Stadt Chengdu gestoppt worden war. Er hatte mehr als 150 Jungtiere in kleinen Boxen an Bord. Viele der Tiere waren bereits verendet. Tierschützer kümmerten sich um die überlebenden Jungtiere.

Wie auch in Deutschland raten Tierschutzorganisationen auch in China daher, beim Haustierkauf achtsam zu sein und vor allem verantwortungsvoll zu handeln.