left 
Verletztem Sperber geholfen
reload
arrow_down

Verletztem Sperber geholfen

aktion tier im Einsatz

Der Greifvogel hielt die ganze Zeit die Augen geschlossen. Bild: aktion tier, Ursula Bauer
Wir haben im Dezember letzten Jahres einen in Berlin-Spandau hilflos zwischen Weihnachtsbuden am Boden kauernden Sperber in unsere Obhut genommen und in die hiesige Tierklinik Düppel gebracht. Der geschwächte Greifvogel ließ sich ohne Gegenwehr aufnehmen und konnte im Transportkarton nur noch liegen, da die Kraft zum Sitzen fehlte.
Ein Bericht von Ursula Bauer,
Geschäftsstelle aktion tier Berlin

Nach einer ersten tierärztlichen Untersuchung teilte man uns mit, dass das junge Sperbermännchen dehydriert und hochgradig abgemagert sei. Der Patient wurde erst einmal aufgepäppelt, bevor weitere Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt werden konnten.

Sperber ernähren sich vorrangig von kleinen Wildvögeln bis zur Größe einer Taube, welche sie in rasantem Flug erbeuten. Mit Spitzengeschwindigkeiten von über 120 Stundenkilometern sind diese Greifvögel extrem schnell, und es kommt nicht selten vor, dass sie sich verletzen, wenn sie zum Beispiel durch Bäume fegen oder mit Glasscheiben kollidieren.

Der Sperber war entkräftet und erschöpft. Bild: aktion tier, Ursula Bauer

Wer weiß, wann und wie unser Vogel seine Verletzungen davongetragen hat. Seinem schlechten Zustand entsprechend dürfte er aber schon mehrere Tage ohne Nahrung und Wasser auf dem Weihnachtsmarkt verbracht haben. In der Tierklinik konnte er erfolgreich behandelt und später wieder ausgewildert werden.