Liebe Mitglieder, liebe Leser, liebe Tierfreunde!
Tierschutz zeigt sich in vielen Formen – manchmal sichtbar im Stadtbild, manchmal im Verborgenen und oft im direkten Kontakt mit Menschen, die helfen wollen. So wurde von aktion tier in Berlin ein weiteres Eichhörnchenseil gespannt – eine schlichte, aber aufwändige Konstruktion, die Leben retten kann. Zwischen alten Bäumen, Gärten und dem Körnerteich verbindet das neue Seil in Berlin Marzahn-Hellersdorf wichtige Lebensräume und schützt die Tiere vor dem Verkehr. Solche Projekte zeigen, wie wirkungsvoll Tierschutz im urbanen Raum sein kann, wenn Behörden und Vereine an einem Strang ziehen. Dies zeigt sich im Erfolg der zwei anderen Eichhörnchenseile in Berlin und in München – denn hier wurden keine überfahrenen Eichhörnchen mehr festgestellt. Und dass Eichhörnchen Schutz benötigen, verdeutlicht auch der eindringliche Bericht von Tanya Lenn, Leiterin der aktion tier-Eichhörnchenhilfe Berlin/Brandenburg: Eichhörnchen könnten wohl bald auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten stehen. Auch im aktion tier-Igelzentrum Niedersachsen begann das Jahr mit vielen Herausforderungen: Milbenbefall, Augenverletzungen, geschwächte Winterschläfer. Die Geschichten der kleinen Patienten verdeutlichen, wie viel Fachwissen und Geduld nötig sind, um Wildtiere wieder fit für die Natur zu machen. Gleichzeitig öffnet das Zentrum seine Türen für Kinder und Interessierte – denn Aufklärung ist bei aktion tier stets der zentrale Baustein nachhaltigen Tierschutzes.
Ein weiteres Thema, das uns in Deutschland zunehmend beschäftigt, ist der Eichenprozessionsspinner. Die Raupen breiten sich durch milde Winter und Klimaveränderungen weiter aus. Ihre Brennhaare können für Menschen und Tiere gefährlich werden – von Hautreizungen bis zu schweren allergischen Reaktionen. Wir erklären, warum Vorsicht geboten ist, wie man betroffene Bereiche erkennt und welche Maßnahmen sinnvoll sind, ohne die Natur unnötig zu belasten. Auch die Situation der Straßenkatzen bleibt ein Schwerpunkt. Die Klarstellung der Bundestierschutzbeauftragten, dass freilebende Katzen rechtlich Fundtiere sind, setzt ein wichtiges Signal. Doch vielerorts fehlen Strukturen, Kapazitäten und finanzielle Mittel. Projekte wie unser „Kitty“-Programm zeigen, wie nachhaltiger Katzenschutz funktionieren kann – durch Kastration, Versorgung und Aufklärung.
Die neue aktion tier-Kampagne „Nutztier Honigbiene. Das Leiden hinter dem flüssigen Gold“ gilt dem kritischen Blick auf die Imkerei. Honig gilt als natürliches Produkt, doch die Realität hinter der Produktion ist oft weit entfernt von artgerechter Haltung. Gleichzeitig aber wird deutlich, wie unverzichtbar Wildbienen für die Bestäubung und den Erhalt der Artenvielfalt sind – und wie wichtig es ist, ihre Lebensräume zu schützen.
Gemeinsam mit Ihnen, liebe Mitglieder, blicken wir immer optimistisch nach vorn. Jede kleine Maßnahme, jedes gerettete Tier, jede gelungene Aufklärung zeigt, wie viel wir bewegen können, wenn Engagement und Mitgefühl zusammenkommen. Danke, dass Sie uns begleiten, unterstützen und diese Arbeit möglich machen.
Bleiben wir dran – für all die Tiere,
die unsere Stimme brauchen!
Ihre Alexandra Pfitzmann
Redaktion mensch und tier aktion tier – menschen für tiere e.V.