Liebe Mitglieder, Tierfreunde und Leser,
Tierschutz zeigt sich oft im Kleinen – in geduldigen Handgriffen, in täglicher Routine, in Menschen, die Verantwortung übernehmen, weil Tiere selbst keine Stimme haben. Im aktion tier-Igelzentrum Niedersachsen wird das jeden Tag sichtbar. Bis zu 105 Igel werden dort versorgt, gewogen, medizinisch kontrolliert, gefüttert und in sauberen Boxen untergebracht. Tierpflegerin Jana Niessalla erklärt, wie viel Sorgfalt, Hygiene und Herzblut nötig sind, um die geschwächten Stacheltiere wieder aufzupäppeln. Und wie erfüllend es ist, sie gesund in die Freiheit zu entlassen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag über das Igelzentrum sowie im anschließenden Artikel darüber, wie das Leben eines Igels im Frühjahr aussieht.
Auch bei unseren Katzen wird deutlich, dass Engagement allein nicht reicht. Das aktion tier-Projekt Kitty macht unmissverständlich klar, wie dringend verbindliche Regeln für den Katzenschutz sind. Verwilderte Katzenkolonien wachsen, Tierheime übernehmen kommunale Aufgaben ohne verlässliche Finanzierung, und fehlende Kastrations- und Kennzeichnungspflichten verschärfen das Problem. Nur mit klaren politischen Vorgaben, Registrierung und einer gesicherten Unterstützung der Tierheime lässt sich das Leid nachhaltig reduzieren. Darauf geht Selina Niederlechner vom Tierheim Kehl, Kitty-Stützpunkt von aktion tier, in ihrem Beitrag eindringlich ein.
Wie artgerecht Tierhaltung aussehen kann, zeigt ein Blick auf Schweine in Freilandhaltung. Hier leben sie in sozialen Gruppen, können sich bewegen, wühlen, erkunden – all das, was ihrem natürlichen Verhalten entspricht. Diese Form der Haltung ist selten und aufwendig, aber sie zeigt eindrucksvoll, wie viel Lebensqualität möglich wäre, wenn Tierwohl konsequent im Mittelpunkt stünde. Erfahren Sie mehr in unserem ausführlichen Beitrag zur Freilandhaltung von Schweinen – und lesen Sie direkt im Anschluss den interessanten Artikel über die Schweinerasse Schwäbisch-Hällisches Landschwein.
Weniger sichtbar, aber nicht weniger dringlich ist das Leid der Fische. Sie gehören zu den am stärksten ausgebeuteten Tieren überhaupt, leiden im Stillen und werden daher oftmals gar nicht wahrgenommen. Obwohl sie Schmerz empfinden, sterben Milliarden jedes Jahr unter enormem Stress – durch tierquälerische Fangmethoden, Enge, Sauerstoffmangel oder schlechte Bedingungen in Aquakulturen. Ihr Schutz ist überfällig, und ein bewussterer Umgang mit ihnen wird immer notwendiger. Mehr zu diesem wichtigen Thema erfahren Sie in unserem ausführlichen Beitrag über das Leid der Fische und die dringend notwendigen Veränderungen im Umgang mit ihnen.
Wie wichtig Wissen und Empathie sind, zeigt auch das aktion tier-Projekt Junior. Kinder der Zinnowwald-Grundschule in Berlin lernten hier im FREI DAY-Workshop, wie Hunde kommunizieren, welche Bedürfnisse sie haben und welche Verantwortung nötig ist, um ihnen gerecht zu werden. So werden aus neugierigen Schülern kleine „Junior-Hunde-Profis“, die mit Respekt und Verständnis groß werden.
All diese Geschichten zeigen, wie vielfältig Tierschutz ist – und wie sehr er davon lebt, dass Menschen hinschauen, handeln und bereit sind, etwas zu verändern. Dankeschön, dass auch Sie dabei sind!
Ihre Alexandra Pfitzmann
Redaktion mensch und tier
aktion tier – menschen für tiere e.V.